In den fast dreißig Jahren Frauenfußball-Bundesliga haben sich viele Spielerinnen mit besonderen Leistungen und Erfolgen hervorgetan, von denen wir ihnen einige näher vorstellen wollen.

Birgit Prinz

Die dreimalige Weltfußballerin wurde am 25. Oktober 1977 in Frankfurt/Main geboren. Dank einer Sondergenehmigung durfte sie bereits mit fünfzehn Jahren im Jahr 1992 in der Bundesliga für den FSV Frankfurt spielen. Nach sechs Jahren wechselte die Hessin zum FFC Frankfurt, für den sie, bis auf eine kurze Ausnahme, bis 2011 auflief. Unter anderem wurde sie mit den Frankfurterinnen neunfache Meisterin, zehnmalige Pokalsiegerin und holte dreimal den UEFA Women’s Cup.

Nicht weniger erfolgreich verlief ihre Karriere in der deutschen Nationalmannschaft. Von 1994 bis 2011 kam sie auf 214 Spiele und erzielte dabei 128 Tore. Dabei gewann sie zwei Weltmeistertitel und fünf Europameisterschaften.

Martina Voss-Tecklenburg

Die am 22. Dezember 1967 in Duisburg geborene aktuelle Trainerin der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft, begann ihre Spielerkarriere beim KBC Dusiburg 1982. Von 1989 bis 1994 war sie für den TSV Siegen tätig, ehe sie zum FCR 2001 Duisburg wechselte. Dort beendete die Offensivspielerin im Jahr 2003 auch ihre aktive Laufbahn. Sie wurde insgesamt sechsmal deutsche Meisterin und vierfache Pokalsiegerin.

Für die DFB-Elf der Frauen war sie von 1984 bis 2000 tätig und kam dort zu 125 Einsätzen, bei denen sie 27 Treffer erzielte. Vier Europameistertitel und die Vizeweltmeisterschaft durfte sie dabei mit ihren Teamkolleginnen bejubeln.

Nadine Angerer

Die spätere Weltfußballerin und Europas Fußballerin des Jahres 2013 wurde am 10. November 1978 im hessischen Lohr am Main geboren und wollte eigentlich Stürmerin werden. Nach der Verletzung einer Torhüterin wechselte sie auf diese Position. Von 1995 bis 2004 war sie für verschiedene in- und ausländische Vereine tätig.

Ihre große Popularität verdankt sie allerdings mehr der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, für die sie von 1996 bis 2015 das Tor hütete. In diesen neunzehn Jahren kam sie dabei auf 146 Spiele. Dabei wurde sie 2003 als Ersatztorfrau und 2007 Weltmeisterin. Außerdem konnte sie sich über fünf Europameistertitel freuen, die ersten drei allerdings ohne Einsatz.

Sandra Smisek

Smisek wurde am 3. Juli 1977 geboren. Die Fußballerin trug als Spielerin im Mittelfeld und Angriff wesentlich zu den großen Erfolgen der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft bei.

Sie begann als Spielerin beim FSV Frankfurt 1992. Dort bildete sie zusammen mit Birgt Prinz ein gefährliches Sturmduo. Ihre weiteren Stationen waren der FCR 2001 Duisburg von 1998 bis 2001, bevor weitere vier Jahre wieder beim FSV Frankfurt folgten. 2005 wechselte sie zum 1. FFC Frankfurt, bei dem sie 2013 auch ihre Spielerkarriere beendete. Fünf deutsche Meisterschaften und ebenso viele Pokalsiege konnte sie dabei erringen. International kam sie auf zwei Siege im UEFA Women’s Cup.

Das Trikot der DFB-Elf trug sie von 1995 bis 2008 und erzielte bei 133 Einsätzen insgesamt 34 Tore. Dabei konnte sie zwei Weltmeister- und drei Europameistertitel erringen.