Seit Bestehen der Nationalmannschaft 1982 gab es erst vier Trainer beziehungsweise Trainerinnen, die längerfristig tätig waren. Der Interimstrainer Horst Hrubesch ist hier nicht mitgezählt.

1982 bis 1996 Gero Bisanz

Der am 3. November 1935 in Polen geborene und mittlerweile verstorbene ehemalige DFB-Cheftrainerausbilder war von den Anfängen 1982 bis 1996 Cheftrainer der Nationalmannschaft der Frauen.

In seiner Ära wurden die DFB-Frauen 1989, 1991 und 1995 Europameister. Bei Weltmeisterschaften erreichte er mit seinen Damen 1991 den vierten und 1995 den zweiten Platz. Sein letztes Turnier waren die Olympischen Spiele 1996 in Atlanta, bei der das Team allerdings nicht über die Vorrunde hinauskam.

In den Jahren zuvor baute er bereits zusammen mit seiner Assistenz-Trainerin Tina Theune ein System zur Sichtung neuer Spielerinnen auf und legte so den Grundstein für weitere sportliche Erfolge in der Zukunft. Darüber hinaus war er der erste Trainer weltweit, der mehr als hundertmal eine Frauennationalmannschaft trainierte.

1996 bis 2005 Tina Theune

Die am 4. November 1953 in Kleve geborene ehemalige Spielerin war die erste Frau, die eine Fußballlehrer-Lizenz erwarb.

Unter ihrer Leitung gewannen die DFB-Damen 1997, 2001 und 2005 den Europameistertitel, bei den Olympischen Spielen 2000 und 2004 die Bronzemedaille und als Krönung den Weltmeistertitel 2003 in den USA. 2005 trat sie nach dem Gewinn der EM zurück. Bis heute ist sie die erfolgreichste Trainerin der deutschen Fußballnationalmannschaft der Frauen.

2005 bis 2016 Silvia Neid

Mit der am 2. Mai in 1964 in Walldüm geborenen Assistentin von Tina Theune wurde erneut die Assistentin Nachfolgerin im Amt der Bundestrainerin. Dazu war sie auch die erste ehemalige Spielerin in dieser Position. Sie spielte von 1982 bis 1996 und war lange Zeit Rekordnationalspielerin.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten und personellen Veränderungen in der Mannschaft gelang den DFB-Frauen bei der Weltmeisterschaft 2007 die Titelverteidigung, und das auch noch ohne Gegentreffer. Dies war noch keiner anderen Elf gelungen. 2009 folgte der Europameistertitel, zwei Jahre später, ausgerechnet bei der Heim-WM, das böse Erwachen: Das Aus bereits im Viertelfinale. 2013 aber gelang die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Schweden. 2016 in Brasilien wurde sie in ihrem letzten Spiel Olympiasiegerin mit ihren Frauen.

Sie ist die weltweit bisher einzige Trainerin, die mit ihrer Mannschaft alle großen Titel gewinnen konnte.

2016 bis 2018 Steffi Jones

Die am 22. Dezember 1972 in Frankfurt am Main geborene ehemalige aktive Spielerin hatte bisher die kürzeste Amtszeit als Trainerin der DFB-Auswahl und spielte noch zusammen mit ihren Vorgängerinnen. Auch sie war Co-Trainerin unter ihrer Vorgängerin Silvia Neid. Bei ihrer ersten Europameisterschaft in den Niederlanden scheiterte die Mannschaft bereits im Viertelfinale. Nachdem auch die Qualifikation für die nächste Weltmeisterschaft mit einer Niederlage begann und ihre Kritiker nicht verstummten, wurde sie im März 2018 entlassen.

seit 2018 Martina Voss-Tecklenburg

Nachdem Horst Hrubesch die Mannschaft vorübergehend übernommen hatte, ist seit Ende November 2018 die am 22. Dezember 1967 in Duisburg geborene Martina Voss-Tecklenburg hauptamtlich für die Geschicke der Frauennationalmannschaft verantwortlich. Sie war bereits in ihrer aktiven Karriere eine herausragende Spielerin und auch als Trainerin mit der Nationalmannschaft der Schweiz erfolgreich. Bei ihrer ersten WM 2019 in Frankreich schied sie mit ihren Damen bereits im Viertelfinale aus und verpasste so auch die Qualifikation für das Frauenturnier bei Olympia.